Buchbesprechung von
Dr. Lucie Rambauske-Martinek
(Rezension vom 17. März 2011,
Bewertung 10 von 10 Sternen)
Die moderne Krebstherapie verursacht trotz einer individuell angepassten Therapie immer noch
Nebenwirkungen, die vor allen die Lebensqualität
des Betroffenen beeinträchtigen können.
Prof. Dr. Irene Kührer, Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, konzentriert sich
in ihrem Ratgeber "Ernährung bei Krebs" auf die
gesunde Ernährung während der Krebstherapie.
Gemeinsam mit
Elisabeth Fischer,
Kochbuchautorin, präsentieren sie dem Leser medizinische
Informationen, erprobte Strategien zur Selbsthilfe
sowie eine Rezeptsammlung für ein aufbauendes
Essen während einer Krebsbehandlung.
Kührer und Fischer teilen ihr Buch im Wesentlichen in zwei große Bereiche ein:
Im ersten Teil stehen der ärztliche Rat sowie
Hilfe für den Alltag im Vordergrund. Ratschläge
und Tipps werden für die unterschiedlichen
Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Schluckstörungen, Durchfall etc. angeboten.
Den LeserInnen werden zudem Informationen
zum Thema "Gesundes Essen und Förderung
des Allgemeinbefindens" präsentiert.
 Der zweite Teil, d.h. die Rezeptsammlung,
stellt den Hauptteil des Ratgebers dar. Dem
Leser werden köstliche und gleichzeitig gesunde
Rezepte angeboten. Vorgestellt werden Säfte
und Mixgetränke, kleine Speisen, Salate, Suppen,
Nudelgerichte, vegetarische Hauptgerichte,
Fruchtspeisen sowie warme Desserts.
Der Schwerpunkt dieses Buches liegt auf der
Steigerung bzw. Erhaltung der Lebensqualität
während einer Krebsbehandlung durch das
gesunde Essen.
Fazit: Sehr empfehlenswert nicht nur für Be-
troffene und deren Angehörige, sondern für alle,
die sich in das Thema gesunde Ernährung weiter
vertiefen möchten oder einfach Lust haben, neue
Rezepte auszuprobieren.
Buchbesprechung von Ladina, Mitarbeiterin des Krebs-
Kompass Forum Schweiz:
Um eins vorweg zu nehmen:
DIE Krebsdiät gibt es nicht, wo auch immer gegenteiliges angeboten oder
publiziert wird, es steckt nicht viel dahinter, außer Profitgier der Autoren. |
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© des Fotos: Verlag Droemer - Knaur
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| Zutaten für 2 - 3 Portionen |
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400 g Kürbis, große Stücke
300 g geschälte Tomaten,
Stücke oder geschälte
Tomaten aus der Dose
300 ml Gemüsebrühe
80 g Crème fraiche
| 1 EL Butter ½ Zwiebel 1 Knoblauchzehe
½ EL Petersilie
Piment, Muskat,
Koriander, Zimt
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Butter in einem Top schmelzen, feingehackte
Zwiebel und Knoblauchzehe dazugeben und
bei milder Hitze 7 Minuten glasig dünsten. Ab und
an umrühren, je eine Prise Piment, Muskat,
Koriander und Zimt unterrühren, kurz erhitzen.
Kürbis und Tomaten dazugeben, kurz andünsten.
Mit Gemüsebrühe aufgießen und zugedeckt
20 Minuten köcheln, bis der Kürbis weich ist. Die
Suppe mit Crème fraìche im Mixer oder mit Mixstab
pürieren, mit Salz abschmecken und mit Petersilie garnieren.
Pro Portion: 200 bzw. 140 kcal
Empfehlenswert bei Mundschleimhaut- und
Speisenröhrenentzündung, Appetitlosigkeit,
Schluckstörungen |
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Was jedoch unbestritten ist, ist der positive Einfluss, ausgewogener und abwechlungsreicher, ballast-, mineralstoff- und vitaminreicher Nahrung.
Auch sie schließt nicht aus, dass wir im Laufe des Lebens eine
Krebserkrankung entwickeln könnten, jedoch senkt sie das Risiko
beispielsweise für einen Darmkrebs.
So gibt es eine Reihe von Kochbüchern mit sogenannten krebsfeindlichen
Rezepten.
Hier gibt es auch die konsequenten Rohkost-Anhänger, die in manchen Foren
auch ihr Wissen kundtun.
Fachleute aber warnen vor einseitiger Ernährung, in welcher Form auch
immer.
Rohkost ist sicher nicht ungesund, ABER ich z.B. habe in der Chemo gar
keine
Rohkost vertragen, mein Darm war überfordert. Manche Therapien verbieten
es
dem Betroffenen sogar, sich mit Rohkost zu ernähren - da oftmals Keime
das
schwache Immunsystem bedrohen.
Viele Buchtitel zur Ernährung im Zusammenhang mit Krebs betreffen daher
die
Vorsorge, oder eben Risikominderung - in mehr oder weniger glaubwürdiger
Weise.
Dann gibt es eine wesentlich kleinere Gruppe von Buchtiteln, die sich an
Menschen richten, bei denen bereits eine Krebserkrankung festgestellt
worden
ist, die gerade in Behandlung sind, oder die z.B. ohne Magen weiterleben
müssen.
Ich möchte das Hauptgewicht auf jene Bücher legen, die mit der Ernährung
BEI
Krebserkran-kungen zu tun haben. Hier kann ich das Buch "Ernährung bei
Krebs" von Dr. Irene Kührer und Elisabeth Fischer sehr empfehlen.
Dies ist meines Erachtens das beste Buch, das in dieser Thematik je
erschienen ist, einfache, leckere Rezepte, die einem das Wasser im Munde
zusammenlaufen lassen, Mut machen, es mit dem Essen zu versuchen, selbst
wenn man eigentlich kaum Appetit verspürt. Zu jedem Rezept ist
übersichtlich
vermerkt, bei welchen Beschwerden es zu empfehlen ist.
Verfeinerungsvorschläge, Erklärungen zu den Abläufen im Körper und zu den
Funktionen der verschiedenen Mineralstoffe - all das lässt das Buch so
hilfreich werden in allen möglichen Situationen, die im Zusammenhang mit
dem
Essen nach oder während einer Krebstherapie auftreten.
Dieses Buch enthält eine vielfältige Auswahl feiner Rezepte, die bewusst
höhere Kalorienzahl dient dem Zweck, schneller wieder auf gesunde Weise
zu
Kräften zu kommen. |